Sommerlager 2005...

 

insieme Ausserschwyz reiste mit Menschen mit geistiger Behinderung in die Sommerlager

Mit Koffern, Rucksäcken und einem leichten Kribbeln im Bauch stieg die muntere Gästeschar und das Betreuerteam am Samstag 23. Juli 2005 in die verschiedenen Busse ein und fuhren erwartungsvoll Richtung Wildhaus, Schwende und Lenzerheide den Sommerlagern entgegen.


Wildhaus und "Verspielte Stunden sind gewonnene Zeit"


Kaum in der Rösliwies angekommen, verwöhnte das Küchenteam die grosse Gäste-schar mit Eistee und Kuchen, bevor es ans Auspacken und Auskundschaften ging. Zwei Wochen spielen, zu zweit, zu viert alle zusammen, drinnen und draussen, die Zeit ist nur so zerronnen. Zum Beispiel beim Sporttag wo verschiedene Ballsportar-ten geübt wurden und der Frisbee sich in der Luft drehte. Auch ein Töggeli-Turnier durfte natürlich nicht fehlen. Herrlich war auch das Spielen mit dem neuen Fall-schirm. Mit und ohne Rollstuhl, alle konnten mitmachen und hatten sichtlich "Dä Plausch".
Dank dem Kleinbus und den Fahrerinnen war es möglich, Ausflüge in die weitere Umgebung zu machen um zu wandern und sich, wenn die Beine gar nicht mehr woll-ten, nach Hause chauffieren zu lassen. Nach all den anstrengenden Tagen war es höchste Zeit für einen Wellness-Tag. Fuss- und Rückenmassage, Nagelpflege, Ge-sichtspflege waren im Angebot und wurden nicht nur von den Gästen, sondern auch von den Betreuerinnen sehr geschätzt. Auch die zwei Küchenfrauen liessen sich für einmal verwöhnen. Das hatten sie auch redlich verdient, denn ihre Küche war spit-zenmässig.
Am Abend begeisterte das Alphorn genau so wie das Akkordeon. Als Vreni mit ihrer Gitarre zu Besuch kam, klangen die Lagerlieder durchs ganze Haus. Ab und zu kam der "Michel" zu Besuch. Wer kennt sie nicht, die Geschichten, von Michel aus Löne-berga. Und dann, nach zwei erlebnisreichen Wochen hiess es packen, aufräumen, und Abschied nehmen. Auf Wiedersehen bis zum nächsten Mal.

 

Schwende und "Peter Pan"


Es waren Wanderferien der Superlative, durchorganisiert von einem versierten Leiterteam, unterstützt von einer Schar engagierter Betreuerinnen. Es fällt nicht leicht, aus den vielen "Highlights" ein bestimmtes Ereignis herauszupicken. Ist es die Luftseilbahnfahrt auf die Ebenalp, der schweisstreibende Aufstieg zum Seealpsee mit anschliessender Besichtigung der Alpkäserei, das Openair-Festival in Appenzell mit Mia Aegerter, der verregnete Besuch im Walterzoo in Gossau oder Peter Pan im Zirkuszelt……?
Nach dem Morgenturnen und anschliessendem Frühstück war jeden Tag eine klei-nere Wanderung in der Gegend angesagt. Wasserauen, Brülisau, Weissbad, Ur-näsch mit und ohne Schuhe (Barfussweg zwischen Urnäsch und Appenzell). Das höchste der Gefühle war der Ausflug auf die Ebenalp (1640). Von dort gings auf ei-nem gut begehbaren Weg hinunter zu den Wildkirchlihöhlen und zur Besichtigung eines Eremitenhäuschen samt Knochen und Werkzeugen. Der Abstieg über diverse Alpen und der Marsch nach Hause war eine grosse sportliche Leistung für die Gäste, sowie für die Betreuerinnen.
Nebst der Fitness gab es auch lustige und märchenhafte Stunden, Einkaufstouren in Appenzell, kulinarische Höhenflüge, Coupes und hin und wieder einen Kafi mit Pfiff für die älteren Herren. So erfüllte sich in den "heurigen" Wanderferien auf irgendeine Weise für alle ein Traum oder zumindest ein Träumli.

Lenzerheide und "Weltreise"


Alle Jahre wieder, 21 Gäste und das Betreuungsteam freuten sich auf die zwei Wo-chen in Lenzerheide. Zur Begrüssung gab es Tee und Kuchen. Jeder Tag war eine Überraschung. Nach einem stärkenden gut schmeckendem Morgenessen wurde die interessante Umgebung ausgekundschaftet und schöne Spaziergänge gemacht. Kaum zurückgekehrt, wartete schon das feine Mittagessen. Die anschliessende Siesta schätzten die Gäste wie auch die Betreuer sehr. Das Nachmittagsprogramm war stark vom Wetter abhängig. Da es oft regnete, verbrachte man viele Stunden mit Basteln, Malen oder Stricken. An einem heissen Tag fuhren alle mit der Rothorn-Bahn bis zur Mittelstation und unternahmen dort eine kleine Wanderung. Abends wurde oft gesungen und getanzt oder die Gäste konnten beim Lotto schöne Preise gewinnen. Zu den Höhepunkten des Lagers gehörte nicht nur das Eis-Essen, son-dern auch die Kutschenfahrt durch Lenzerheide und der Einkaufbummel zum Ab-schluss.
Am Ende der zweiwöchigen Sommerlager stiegen alle müde aber glücklich und mit vielen neuen Erfahrungen bereichert aus dem Car.

 

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